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Kinderbetreuung

Konzept der Kindertagespflege

Bereits vom Säuglingsalter an besteht die Möglichkeit, die Kindertagesbetreuung an Wochentagen zwischen 7.00 Uhr und 17.00 Uhr in Anspruch zu nehmen. In Ausnahmefällen kann die Betreuungszeit – nach Absprache - ausgedehnt werden. Die Betreuung der Kinder erfolgt in einem familiären Umfeld, das die Möglichkeit bietet, die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und auf diese einzugehen. Wichtig ist es hierbei, dass sich die Kinder wertgeschätzt und wohlfühlen. Die Individualität der Kinder erfährt Förderung, genauso wie ihre Interessen, Ideen und Wahrnehmungen. Hierzu ist ein enger Austausch mit den Eltern, aber auch der Fokus auf jedes einzelne Kind in der Gruppe wichtig. Bei der Planung pädagogischer Inhalte sind diese Beobachtungen und Gespräche wichtige Parameter für deren Umsetzung.

 

Dies ist die Basis, auf der sich die Kinder in ihrer Individualität ernst genommen und verstanden fühlen, sie sicher werden im Äußern eigener Wünsche und Bedürfnisse und deren Einbezug in die Gruppe. Dabei lernen die Kinder in der Gruppe, sich individuell zu respektieren. Gleichzeitig ist ein solcher Ansatz für mich die Basis, Meinungsfreiheit und Mitsprache zu erlernen, dabei aber die Meinung anderer zu respektieren und verbal einen Konsens (mit meiner Hilfe) zu erzielen, der in Konfliktsituationen zu einer Lösung führt.

 

Die Gruppenzugehörigkeit eines jeden Kindes wird nicht nur durch gemeinsame Aktivitäten des Alltages und gemeinsames Spiel gefördert, sondern auch durch das tägliche Ritual des Morgenkreises. Hier wird nicht nur jedes Kind begrüßt und kann sich einbringen, sondern ist dies auch die Gelegenheit, Pläne für den Tag zu besprechen, Wünsche vor der Gruppe zu äußern, sowie eigene Ideen und Ansichten zu vertreten, aber auch sich eigene Fehler ein zu gestehen und Schwächen und Stärken anderer zu akzeptieren. Dabei sehe ich mich als einen Teil des Morgenkreises und möchte intensiv den Kindern das Gefühl von Geborgenheit und Zuwendung vermitteln.

 

Tägliche Rituale sind eine wichtige Basis, um Hektik und Alltagsstress hinter uns zu lassen und innere Ruhe, auch für die Kinder, zu gewinnen. Ergänzt wird dies durch musische (Lieder oder Musikstücke als Ein- oder Ausklang einer Handlung) und phantastische (Phantasiereisen und Geschichten zur Begleitung und Unterstützung) Rituale.

 

Natürlich ist nicht nur Ruhe, sondern auch ausgelassenes Toben eines der Grundbedürfnisse, besonders für größere Kinder. Hierzu sind nicht nur Bewegung im Freien, die bei „schönem“ Wetter täglich stattfindet, wichtig, sondern auch gezielte Bewegungsspiele und sportliche Aktivitäten mit der Gruppe. Schönes Wetter ist, wenn alle die richtigen Sachen an haben… Also auch bei Regen und Schnee gehen wir nach draußen und entdecken unser Umfeld. Dabei werden die Abwehrkräfte des Kindes aktiviert und oft in solchen Situationen das Gefühl persönlicher Stärke vermittelt (und wir haben das doch geschafft…).

 

Für kleinere Kinder stehen Krabbeldecken zur Verfügung und sie werden zu gezielten Bewegungen altersgerecht animiert. Dies darf in einer warmen Umgebung gern auch bar jeder Kleidung und Einschränkung sein, um die eigene Körperwahrnehmung zu aktivieren.

 

Besonders wichtig ist es, die Natur wahrzunehmen und schon von klein auf Achtung, Wissen und Respekt vor natürlichen Prozessen zu entwickeln.

 

Das Umfeld der Dresdner Heide bietet enorme Möglichkeiten zum Beobachten, Entdecken und Kennenlernen. Ergänzt wird dies immer wieder durch kleinere und größere Experimente aus der belebten und unbelebten Natur. Kreative Fertigkeiten entwickeln wir gemeinsam durch Malen und Basteln, aber auch Elementen der Reggio- Pädagogik. Hierbei ist es mir nicht wichtig, exakte und konforme Ergebnisse zu erzielen, sondern mit Phantasie und Kreativität, Motorik (Fein- und Grobmotorik), sowie einen Bezug zum künstlerischen Ausdruck zu fördern.

 

 

Mathematische Bildung erfahren die Kinder durch Verse, Zählreime, unterschiedliche figürliche Spiele, sowie Denk -und Kombinationsspiele, die immer wieder ins tägliche Spiel und den Alltag einfließen. Ziel ist es, einfache Zahlen und Zahlenreihen im einstelligen Bereich im dritten Lebensjahr zu erkennen und einzelne einstellige Zahlenwerte legen zu können.

 

Ganz wichtig ist in unserem Alltag Sprache. Diese wird nicht nur im intensiven Kontakt miteinander gefördert, sondern auch in verschiedenen didaktischen Spielen ( Verse, Reime, Lieder ) immer wiederholt. Dies alles zielt darauf ab, synaptische Verknüpfungen im Gehirn der Kinder entstehen zu lassen und zu festigen, um Denk- und Lernprozesse auch in Zukunft gut meistern zu können.

 

Hier werden sich bereits vor dem 3. Lebensjahr unterschiedliche Lerntypen entwickeln, die durch ein unterschiedliches Angebot von Lernmedien (hiermit sind nicht Computer oder andere technische Geräte angesprochen) ihre unterschiedlichen Lernstile herausbilden und eigene Kompetenzen zum Wissenserwerb erlernen.

 

Ich sehe schon seit langem eine Aussage von Galileo Galilei als persönliches Credo: „Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ Dabei möchte ich Ihre Kinder, gemeinsam mit Ihnen, unterstützen, für sie da sein und emotionale Geborgenheit bieten.

 

Heike

 

Lernen &Sozialisation

Um den Austausch mit anderen Kindern außerhalb der Gruppe zu ermöglichen und somit das soziale Umfeld der Kinder (altersgerecht) zu erweitern, laden wir andere Tagesmütter ein, gemeinsam mit unseren Tageskindern auf Entdeckung zu gehen und somit weitere soziale Kontakte herzustellen.

 

Arbeit mit und für die Eltern

 

Eingewöhnungszeit

Die Eingewöhnungsphase ist für ein Kleinkind die Zeit, in der es Beziehung zu mir als Tagesmutter aufbauen kann. Die Anwesenheit der Mutter/des Vaters schafft dabei einen geschützten Raum, in dem sich ihr Kind sicher fühlt und auf die Betreuungsperson zugehen kann. Erfahrungsgemäß ist ein Zeitraum von einem Monat nötig. Das Tempo bestimmen Eltern und Tagesmutter gemeinsam mit dem Kind.

 

Die ersten Tage sollten Eltern jeweils ein paar Stunden mit ihrem Kind bei mir verbringen. Durch langsames Zurückziehen der Eltern, die Betreuungsperson, sollte dem Kind gleichzeitig unaufdringlich Kontakt anbieten, mit ihm spielen, es füttern und wickeln, entsteht eine erste Bindung. Dann versuchen wir, eine erste kurze Trennung. Spielt das Kind weiter, hat es die Tagesmutter als „sichere Basis“ akzeptiert.

 

Dokumentation

Sobald das Kind in die Tagespflege eintritt, wird ein individueller Dokumentationsordner für jedes Kind erstellt.

 

In ihm werden nicht nur kleine Exponate gesammelt, sondern auch die persönliche Entwicklung des Kindes in der Kindertagespflege dokumentiert.

 

Dies geschieht durch Fotodokumentation, Beobachtungsbögen und Lerngeschichten zum Kind. Auf dieser Grundlage erfolgen zweimal jährlich Entwicklungsgespräche mit den Eltern- natürlich zusätzlich zu Gesprächen während der Bring- und Abholzeiten.

 

Diese Entwicklungsgespräche können durch mich, aber auch durch die Eltern terminlich vereinbart werden und dienen dem intensiven Austausch zwischen Eltern und Betreuungsperson, sowie der Abstimmung von Methoden und Möglichkeiten in der Betreuungsstelle und zu Hause beobachtete Fähigkeiten oder auch Entwicklungsphasen des Kindes zu fördern.

 

Auf Grundlage der Datenschutzgesetze befinden sich diese Ordner unter Verschluss und sind nur den Eltern, den Kindern und der Tagesmutter zugänglich.

 

Für die Fotodokumentation wird eine Erklärung der Eltern eingefordert, wie auch für jede evtl. Bildveröffentlichung.

 

Die Ordner werden zum Ende des Betreuungsverhältnisses an die Eltern übergeben und können nach eigenem Ermessen der Kindertagesstätte zur Verfügung gestellt werden, die auf Grund der Entwicklungsbögen und Dokumentation einen Eindruck über die bisherige Entwicklung des Kindes in der Tagespflege gewinnen kann. Somit besteht für die Erzieher der Einrichtungen die Möglichkeit, an die bei uns erfolgten Lernprozesse anzuschließen.

 

Das tägliche Gespräch mit den Eltern ist Basis eines guten Austausches. Ich freue mich, auch für individuelle Gesprächstermine mit Ihnen Zeit zu finden. Dies wird ergänzt durch zwei Entwicklungsgespräche im jeweiligen Lebensjahr.

 

Gleichzeitig finden gemeinsame Elterntreffen mit allen Eltern der Kinder aus der Gruppe statt, um Themen zu besprechen, die für uns alle von Belang sind. Dies soll auch zur Qualitätssicherung meiner Arbeit beitragen.

 

Durch die wöchentlichen Informationen zu pädagogischen Inhalten , die im Eingangsbereich an den Garderoben der Kinder aushängen, möchte ich eine weitere Säule der Transparenz schaffen, wie auch mit den Dokumentationsordnern für jedes Kind.

 

Um den Austausch der Eltern und Geschwister der Tageskinder zu fördern, finden gemeinsame Aktivitäten wie Weihnachtsfeiern, Sommer- oder Grillfeste zu ausgesuchten Terminen in der Tagesbetreuung statt.

 

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